|
Karneval in Köln 2007 |
||
|
Bericht Hinfahrt Umzug Sonntag Jugendherberge Kneipentour Umzug Montag Rückfahrt |
||
|
Die 16. Etappe auf dem Weg zur „Kölschen Silberhochzeit“ ist geschafft. Am Sonntagmorgen um 5.30 Uhr, dieses mal noch eine Viertelstunde früher, trafen wir uns in Dielingen, um den Bus für Köln einzupacken. Da wir auch dieses Mal wieder eine Übernachtung gebucht hatten, mussten außer den Instrumenten, Frühstück usw. auch wieder die Taschen der einzelnen Reisenden verstaut werden. Aber wir waren gut im Rennen und konnten pünktlich losfahren. Im Bus haben wir dann, nachdem die kleinen Schläfchen ausgeschlafen waren, Fotos aus Lingen und Köln angeschaut und uns zu guter Letzt ein wenig in der Kölschen Sprache schulen lassen. Auf dem Rastplatz in Remscheid gab es wie jedes Jahr wieder unser legendäres Frühstück. Dort hieß es auch wieder Kostüme anziehen. Was zieh ich drunter? Regnet es wohl? Und schminken nicht zu vergessen. In diesem Jahr fanden Tattoos mit dem Kölner Stadtwappen in Herzform großen Anklang. In Köln angekommen vertrieben wir uns die Zeit mit Zug anschauen, essen und trinken. Um kurz vor 12 ging es dann los. Wir starteten vor der Gruppe 23, dem Gymnasium Schulstraße in den Schull- und Veedelszoch. |
|
|
|
Unterwegs mussten wir oft anhalten, aber man merkte auch, im Gegensatz zum letzten Jahr, waren viel mehr Menschen unterwegs. Auch wenn die Tribünen vielfach verwaist waren, war es an den Straßenrändern trotzdem ziemlich voll. Um ca. 15.15 Uhr kamen wir das erste Mal 2007 ins Ziel. „Werfen einstellen“ – wahrscheinlich das schönste Plakat, was wir uns zu dieser Zeit vorstellen konnten. Wenn das auftaucht, heißt es: noch wenige Meter und wir haben es geschafft. Jetzt gabs was zu essen und zu trinken. Danach mussten die Schuhe gereinigt und von Kamelle, Konfetti und anderen unschönen Schmutzresten entfernt werden, bevor wir in den Bus einsteigen und zur Jugendherberge aufbrechen konnten. Nachdem es sich etwas schwierig gestaltete, mit dem Bus an die Jugendherberge ranzukommen, musste das nächste Problem gelöst werden. Wer teilt mit wem ein Zimmer? Dann konnten die Taschen ausgepackt und die Zimmer bezogen werden. „Wer schläft oben?“ „Wie sieht Euer Zimmer aus?“ „Kann mir einer mein Bett beziehen?“ – usw. hörte man aus den verschiedenen Zimmern. Bis 18.00 Uhr hatten wir jetzt Zeit. Es war erstaunlich ruhig. Keiner rannte über den Flur, was auch damit zu tun hatte, dass sowohl Dusche und Toilette auf den Zimmer waren. Man brauchte also nicht mehr hektisch umhereilen. In der großen Kantine trafen wir uns wieder zum Essen. Endlich eine warme Mahlzeit. Die hatten wir uns auch wirklich verdient. Denn dann kam ja schon das nächste Problem auf: Was machen wir nach dem Essen und vor allem wo? Es sollte im Bahnhof Deutz eine Kneipe geben, die wir aber nicht gefunden haben. Das „Brauhaus ohne Namen“, das man uns empfohlen hatte, fand keinen Anklang in der Gruppe und so führte uns der Weg über die Brücke auf die „richtige“ Rheinseite. Vor hier hörte man schon, dass mächtig was los war. Auch hier waren wir mal wieder nicht einer Meinung, wohin wir wollten und trennten sich die Wege. Die eine Gruppe ging ins Brauhaus „Früh“ und die andere an die Rheinpromenade. Dort wurden dann verschiedenen Kneipen aufgesucht, jedanzt, jeschunkelt und „kölsch jesunge“. Zu verschiedenen Uhrzeiten tauchten alle in der Jugendherberge wieder auf. Die ein oder anderen veranstalteten noch die obligatorische „Pyjama-Party“ und dann lagen die letzten um 2.00Uhr im Bett. Na, dann: Jute Naach. Montag morgen in Köln. Der Wecker klingelt um halb 8. Draußen ist schon wieder Rambazamba und so quälen wir uns alle mehr oder minder kläglich aus dem Bett und treffen uns wieder unten in der Kantine. Gut gestärkt packten wir unsere Habseligkeiten und machten uns gemeinsam um 9.30 Uhr wieder auf den Weg zum Aufstellplatz. Heute waren wir an Nr. 26 dran. Das ist zwar immer noch nicht ganz hinten, aber wir hatten trotzdem noch viel Zeit. Zusammen mit den „Närrischen Insulanden“ genossen wir die jährliche Erbsensuppe. Danach machte sich jeder auf den Weg, um die Rosenmontagszug zu erkunden. Die einen schauten sich nach alten Bekannten um, die anderen gingen was trinken und essen und wiederum andere schauten sich den Zug an. Um 13.10 Uhr durften wir uns dann aufstellen, um dann um 13.20 Uhr endlich loszumarschieren. Aber an diesem Tag stockte der Zug von Anfang an. Wir dachten schon, dass es am Sonntag langsam voran ging, aber montags war es noch schlimmer. Nach dem Weg durch die Kamera konnten wir befreit aufspielen und hatten viel Spaß unterwegs. Auch wenn der andere nicht immer der Meinung der anderen war und es auch hier und da Zank gab. Aber das gehört auch an Karneval wohl dazu. Durch das viele Stehen unterwegs wollte der Zug scheinbar gar nicht enden. Aber auch hier erreichten wir unser Plakat „Werfen einstellen“ nach ca. 3,5 Stunden um kurz vor 5. Die Füße waren platt, der Magen leer und die Kehle trocken. All das konnte durch essen, trinken und sitzen wieder wett gemacht werden. Nachdem dann der letzte Nachzügler, (manche können halt vom Karneval nie genug bekommen), auch da war, konnten wir mit einer viertel Stunden Verspätung wieder die Heimreise antreten. Unterwegs wurden noch 2 kleinere Pausen gemacht, Musik gehört und gegessen und getrunken. Viele hatten auch dazu schon keine Lust mehr. Die Kondition war einfach nicht mehr vorhanden. Um 21.45 Uhr waren wir dann wieder in Dielingen angekommen, haben den Bus ausgeräumt, ein bisschen Ordnung geschafft und dann verkrümelt sich jeder ganz langsam. Am Dienstag waren dann ein paar vereinzelte Menschen in der Schützenhalle um die Getränkekisten zu sortieren, Kostüme einzupacken, Kaffeekannen abwaschen usw, damit alles wieder seine Ordnung hat. Revue passieren lassen und dann feststellen: Es hat allen wieder Spaß gemacht. Die Zimmer für das nächste Jahr sind schon wieder bestellt und da der Rosenmontag im Jahre 2008 schon am 04. Februar ist, müssen wir auch gar nicht mehr so lange warten, bis es wieder heißt: KÖLLE ALAAF!!! Text: Sonja Tegtmeyer |
||
Stand:
19.03.07