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Karneval in Köln 2008 |
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Bericht Schützenhalle Umzug Sonntag Jugendherberge Kneipentour Umzug Montag / Rückfahrt |
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Wir sind Deutschland! Das war unser diesjähriges Motto für den Rosenmontagszug. Aber zurück zum Anfang. Noch eine halbe Stunde früher als sonst, nämlich schon um 5.30 Uhr sollte der Bus nach Köln abfahren. Da viele von uns am vorherigen Samstag gefeiert hatten, erschien es uns als einzig richtig gute Sache, im Bus weiterzuschlafen. Pünktlich um 5.40 Uhr waren alle Koffer gepackt und es ging los. Unterwegs sammelten wir noch den ein oder anderen Mitfahrer ein. Aber bereits um ca. 7.00 Uhr lief die erste Foto-CD über die Mattscheibe. Da diese mit Musik unterlegt war und man den Lautsprecher über unseren Köpfen nicht leiser drehen konnte, war für viele das Thema schlafen beendet. Ein bisschen rumgammeln und dösen trifft es dann wohl eher. Nun ja, da wir dieses Jahr früh unterwegs waren, waren wir auch bereits früh in Remscheid. Und da traf uns die erste Überraschung: SCHNEE. Es lag Schnee im Ruhrgebiet und der Parkplatz war an vielen Stellen gefährlich glatt. Aber das sollte uns nicht abhalten, einen heißen Kaffee zu trinken und ein oder zwei Brötchen zum Frühstück einzunehmen. Danach haben wir uns umgezogen, d.h. schon mal die warmen Sachen drunter. Um 9 Uhr ging's weiter nach Köln. In der Hoffnung, dass die Aussage, in Remscheid sei die Wettergrenze, richtig ist, und somit dort kein Schnee vorzufinden sei. Und was soll ich sagen, es stimmte. In Köln war es zwar ziemlich kalt, aber wir hatten strahlenden Sonnenschein. In den Kneipen tummelten wir uns dieses Jahr vor dem Umzug nicht lange herum, da es diesmal recht zeitig losging. Kurz bevor wir am Severinstor ankamen, mussten wir nochmal anhalten, weil vor uns im Zug ein Teilnehmer einen Notarzt benötigte. Das blieb uns Gott sei Dank erspart. Auch wenn der Zug oft stockte zwischendurch, ging alles gut ab. Bei immer noch strahlendem Sonnenschein kamen wir nach 4 Stunden glücklich am Busparkplatz an. Alle waren fix und alle durch das viele Anhalten unterwegs. Aber dann gab es ja was zu essen und zu trinken und danach ging es allen schon viel besser. Anschließend fuhren wir mit dem Bus über die Spree, am Alexanderplatz vorbei zum Potsdamer Platz (Insider. Alle anderen wissen sicherlich, dass diese Plätze in Berlin und nicht in Köln zu finden sind). Aber in der Tat hat der Blick, den man vom linken Rheinufer in Richtung Jugendherberge wirft, Ähnlichkeit mit dem Potsdamer Platz in Berlin. Die Zimmerverteilung hatten wir schon zuhause vollzogen, daher gab es dort kein Gerangel. Die Zimmer der Jungs wurden inspiziert, genauso wie die verschiedenen Techniken des Bettenbeziehens, teilweise in Fotos festgehalten. Beim Abendessen, alle saßen wieder fröhlich in der Kantine, wurden die Pläne für den Abend entschieden. Wir, d.h. 3 Reininger mit einem Teil der Gastspieler, machten sich in eigenen Kostümen auf den Weg. In verschiedenen Kneipen präsentierten wir unsere mitgebrachten Kostüme: ein Mönch, eine Vogelscheuche, ein Ninjakämpfer, sogar 2 Knastbrüder und vieles mehr. Wir waren in diesem Jahr recht früh dran und trotzdem waren die Kneipen überall schon ziemlich voll. Aber die Stimmung war sehr gut. Die Kneipen vom letzten Jahr wollten wir auslassen und die auf dem Heumarkt mal antesten. Dort haben wir dann auch was tolles gefunden. Kölsche Karnevalsmusik, 80er Jahre, neues Musik. Alles stimmungstechnisch gut und vor allem abwechslungsreich. Danach trennten sich unsere Wege und der Rest zog dann noch eine Kneipe weiter. Aber irgendwann war die Luft raus und wir wollten noch schnell was essen (wenn’s auch keine Wurst am Toilettenwagen sein sollte). Unterwegs, auf der Suche nach ein paar einheimischen Kölnern, trafen wir dann noch ein paar Mädels aus unserer benachbarten Heimat - Garrel in der Nähe von Cloppenburg. Wir amüsierten uns noch ein bisschen, tauschten Erfahrungen aus und verabschiedeten uns dann. Auf dem Weg gab es dann noch was zu essen und dann liefen wir durch die kalte Nacht über die Rheinbrücke zurück in die Jugendherberge. Die Anderen waren in der Altstadtkneipe „Früh“ und haben auch dort sicherlich nette Erfahrungen mit dem Karneval gemacht, die uns hier leider verborgen bleiben. Aber in der Jugendherberge trudelten dann alle Grüppchen so allmählich wieder ein und die obligatorische Pyjamaparty auf dem Flur konnte beginnen. Nach der einen oder anderen flüssigen Stärkung gingen wir aber auch irgendwann alle schlafen, der eine früher, der andere später. Aber Montagmorgen waren alle mehr oder weniger ausgeschlafen zum Frühstück erschienen. Um 10.00 Uhr sollte es wieder losgehen. Wir haben dann also unsere Koffer wieder eingepackt, Betten abgezogen, Zimmer ein bisschen aufgeräumt, teilweise schon die Kostüme angezogen, um dann wieder frohen Mutes an der Spree (Anm. der Redaktion: Es war natürlich der Rhein) entlang zum Aufstellplatz zu fahren. An Nr. 29 sollten wir in den Zug einsteigen, daher hieß es sowieso schon, dass wir lange warten mussten. Aber zu allem Überfluss war die Sonne vom Vortag verschwunden und es fing an zu regnen. Wir haben dann mit unserer Gruppe, die zum 2. Mal die „Närrischen Insulaner“ waren, Erbsensuppe gegessen. Anschließend verkrümelten sich einige in die Kneipe, um wenigstens bis zum Start einigermaßen trocken zu bleiben. Zwischendurch spielten wir draußen auf der Straße ein Liedchen, um uns offiziell „anzumelden“ und natürlich, damit unser Jens seinen bis dahin schon „hoch verdienten“ (?!?!?) Orden bekommen konnte. Danach durften wir noch bis ca. 13.00 Uhr in die Kneipe verschwinden, bevor es dann allmählich losgehen sollte. Dann kam allerdings noch mal ein kleines Regenschauer und wir zogen uns wieder zurück unter Überdachungen, in Türeingänge oder gleich in die hinter uns befindliche Bäckerei. Ein Berliner zum Mittag, oder als Nachtisch, schmeckte dann auch noch sehr gut. Um 13.30 Uhr ging es dann los. Kurz vor dem Severinstor versuchte ein Jeck am Straßenrand uns aufzumuntern: Gleich habt Ihr es geschafft, es ist nicht mehr weit! Dann dürft Ihr endlich losgehen. Als wir dann antworteten, dass wir das bereits gestern schon ausprobiert hatten, meinte er, dass wir dann ja schon Bescheid wüssten und wünschte uns trotzdem viel Spaß. Den hatten wir sicherlich auch. Schade, dass es immer wieder anfing zu regnen. Nicht doll genug, denn bis auf einen, hat von uns keiner den Poncho herausgekramt. An diesem Montag sollte es allerdings auch ein bisschen schneller voran gehen. Alle wollten wohl schnell ins Trockne. Denn: Trotzdem, dass wir erst um 13.30 Uhr losgelaufen waren, waren wir schon um 16.30 Uhr durch das begehrte Ziel geschritten. Kamelle sammeln, war dieses Mal auch nicht drin, da ja alles schon nass ist, sobald es auf die Erde fällt. Alles was da nicht ordentlich zugeschweißt war, konnte man nicht aufsammeln. Schade. Aber wir hatten Glück. Denn unsere Närrischen Insulaner belohnten und mit 3 verschiedenen Sorten Kamelle für die getane Arbeit. Nach einer weiteren Mahlzeit mit Brötchen traten wir dann den Heimweg an. In der Kleiderkammer im Karnevalsmuseum haben einzelne von uns noch ein paar Andenken mitgenommen und dann ging es los, raus aus der Stadt. Nachdem wir dann auch das richtige Unterhaltungsprogramm gefunden hatten, war die Stimmung mal wieder gut. Wir haben das ein oder andere Getränk zu uns genommen und an der nächsten Raststätte gab es eine längere Stärkungspause bei Burger King. Den „King“ konnten wir in der großen Menge an Kandidaten leider nicht herausfinden. Aber ein bisschen waren wir es wohl alle. Um 22.30 Uhr waren wir dann wieder an unserem Ziel in Dielingen angekommen. Am Tag danach haben ein paar von uns dann wieder aufgeräumt, die Kostüme wieder in Kartons verfrachtet, Getränkeflaschen und Kisten sortiert und alles wieder sauber gemacht. Vor allem das ganze noch mal Revue passieren lassen. Nun heißt es wieder ein Jahr warten, bis das Spektakel von vorne losgeht. Aber die meisten von uns wissen schon jetzt, dass sie, wenn sonst alles gut geht, im Februar 2009 wieder dabei sind.
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Stand:
09.03.08