"Köln hat was zu beaten"
Spielmannszug Reiningen-Dielingen seit 20 Jahren in Köln dabei!



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Köln hat was zu beaten!

In diesem Jahr feierten wir das 20. Jahr Kölner Karneval. Das nahmen einige Fans zum Anlass, uns in diesem Jahr zu begleiten. Daher fuhren wir am Sonntag, 06. März 2011, mit einem voll besetzten Bus um ca. 5.30 Uhr in Dielingen am Gemeindehaus los. Das Wetter war gut und hatte die Vorhersage auch. Somit konnten wir ruhigen Gewissens noch ein Nickerchen machen. In Remscheid machten wir die übliche Pause und zogen uns nach einem wieder mal reichlichen Frühstück um. Warme Sachen drunter, Kostüm drüber. Pünktlich, d.h. eigentlich sehr früh, standen wir dann um 9.40 Uhr versammelt am Startpunkt der Schull- und Veedelszöch, d.h. mal wieder vorne an der Severinsburg. Es war herrliches Wetter. Manche hatten ihre Sonnenbrille dabei, andere hatten sie extra zu Haus gelassen, damit die Sonne auch ja schien. Klappt mit dem Regenschirm auch. Somit starteten wir dieses Jahr mit einiger Verzögerung in den Zug. Es ging schleppend voran. Wir mussten wieder mehr stehen, als laufen. Aber gut. Dafür waren an diesem Tag sehr, sehr viele Menschen in der Stadt. Selbst Tribünen, die sonst wie Geisterstädte aussahen, war gut besetzt. Es wurde sogar ein Umweg des Zugweges in Kauf genommen, um einige dieser sonst leeren Tribünen zu passieren. Es war toll. Soviel Spaß hatte der Sonntag noch nie gemacht. Gegen 15 Uhr war es vorbei. Obwohl in diesem Jahr kein Schild „Werfen einstellen“ über uns flatterte, waren wir an alt bewerter Stelle im Ziel. Im Bus gab es eine Stärkung, die die Glieder wieder aufleben ließ. Weiterfahrt zur Jugendherberge. Um diese erreichen zu können, musste erst ein Hindernis aus dem Weg geräumt werden. Aber was soll man sagen: 4 Mann – 4 Ecken = Hindernis weg. So zogen wir in unsere Herberge ein, die meisten bezogen ihre Betten, um anschließend im Bus das obligatorische Bier zu trinken und den ersten Tag Revue passieren zu lassen. Nach dem Abendessen (Gulasch mit Nudeln) zogen wir mal wieder in kleinen Gruppen in die Stadt. Dort von einer Kneipe in die Andere. Ob auf dem Alter Markt, Heumarkt, an der Rheinpromenade oder im Früh-Kölsch. Man konnte uns überall finden. Genauso wie ab Mitternacht mal wieder zu einer …. Pyjamaparty!

Am Montag hatten wir eigentlich viel Zeit. Nur da wir leider die Zimmer schon um 9.30 Uhr räumen mussten, fuhren wir doch recht zeitig, nachdem wir das Gruppenfoto vor der Jugendherberge gemacht hatten, zum Aufstellplatz. Wie im letzten Jahr trafen wir hier auf die KG „UHU“, die uns zur Vorbereitung in einer Seniorenresidenz untergebracht hatte. Hier hatten wir alle einen Sitzplatz und einen Tisch auf dem wir die Gulaschsuppe „genießen“ durften. J  Um 13.30 Uhr durften wir raus und dann ging es relativ schnell. Wir waren die Startnummer 34. Die Bürgergarde Blau-Gold, die vor uns lief, setzte sich bereits in Bewegung. Heute waren noch viel, viel mehr Leute an der Straße. Die Severinstraße vor und nach der WDR-Kamera war so eng, dass man sich fragen musste, wie die großen Prunkwagen hier durchkommen sollten. Auch heute hielt das Wetter seine Versprechungen. Es war zwar immer noch etwas kalt, aber da wo die Sonne schien, war es einfach schön. Wir haben unterwegs wieder viel erlebt und gesehen. Nach ca. 3 Stunden waren wir im Ziel. Dann mussten wir noch gefühlte 5 km hinten anhängen (die Beine wollten einfach nicht mehr weiter), um zum Bus zu gelangen. Hier wurden nach kurzfristiger Absprache nur die Kostüme ausgezogen und eingesammelt und nachdem alle Zuschauer wieder anwesend waren, sind wir direkt zur Kostümkammer gefahren. Hier wurden die Kostüme abgegeben, Andenken gekauft, das Nötigste erledigt und natürlich: … gegessen. So brauchten wir unterwegs nur eine Burger-King-Pause sowie eine kurze Raucherpause einlegen. Aber das tat dem Spaß keinen Abbruch. Auch wenn der ein oder andere sich etwas ausruhen musste, hat der Rest noch ein bißchen weiter gefeiert. Nach einer kurzweiligen Rückfahrt landete der Tross gegen 22.00 Uhr wieder in Dielingen. Am nächsten Morgen waren einige müde Krieger aus Nah und Fern zum Aufräumen da und Köln 2011 war wieder erledigt. Für das nächste Jubiläum – 20 Jahre Kölner Karneval – heißt es dann rote Nasen kaufen. Denn das Motto für 2012 lautet: Jedem Jeck sing Pappnas. Na dann mal los. Bis zum nächsten Jahr.                                                 

(Bericht und Fotos: Sonja Tegtmeier)

 

 

    
 

                                 
             Stand: 25.04.11